Eine Spracherkennung hört wie ein Mensch, der nicht nachfragen kann. Was im Rauschen, im Hall oder unter dem Klappern von Geschirr verschwindet, kann sie nicht zurückholen. Mit ein paar Handgriffen vor dem Gespräch wird das Transkript deutlich besser, und Sie sparen beim Gegenhören viel Zeit.
Der Raum
- ruhig und klein, mit Teppich, Vorhängen oder Bücherregalen, die den Hall schlucken
- keine Cafés, Kantinen oder Flure, auch wenn es dort gemütlicher ist
- Fenster zu, Lüftung und Kaffeemaschine aus, Handys stumm
- ein Tisch, an dem beide nah beieinander sitzen, über Eck ist besser als gegenüber an einem langen Tisch
Das Gerät
Ein Smartphone im Flugmodus mitten auf dem Tisch, auf einem gefalteten Tuch, damit Klopfen und Abstellen von Tassen nicht durchschlagen. Der Abstand zu jeder Person sollte unter einem Meter liegen. Mit einem kleinen Ansteckmikrofon für jede Person wird es noch besser, das lohnt sich bei Gruppen und leisen Stimmen. Machen Sie vor dem ersten Interview eine Probeaufnahme und hören Sie sie mit Kopfhörern an.
Online-Interviews
Nehmen Sie direkt im Programm auf, also in Zoom, Teams oder Webex, und nicht mit dem Handy vor dem Lautsprecher. Bitten Sie Ihr Gegenüber um ein Headset oder wenigstens um einen ruhigen Raum. Wer nicht spricht, schaltet das Mikrofon stumm, das verhindert Echos. Zoom kann bei der lokalen Aufzeichnung zusätzlich eine reine Audiodatei anlegen, die klein ist und sich schnell hochladen lässt. Mehr dazu unter Video transkribieren.
Im Gespräch
- Sagen Sie am Anfang Datum und Interviewnummer an, dann ist die Zuordnung später eindeutig.
- Lassen Sie ausreden. Wenn zwei gleichzeitig sprechen, wird meist nur eine Stimme erfasst.
- Zustimmendes „mhm“ ist in Ordnung, längere Einwürfe mitten im Satz der anderen Person machen die Zuordnung schwieriger.
- Namen, Orte und Fachbegriffe, die Ihnen wichtig sind, notieren Sie sich und tragen sie später im Formular ein. Die Erkennung schreibt sie dann eher richtig.
Vorher klären
Vor der Aufnahme brauchen Sie die Einwilligung der Befragten, in der Regel schriftlich. Sie sollte auch sagen, wer die Aufnahme transkribiert. Eine Vorlage für die Einverständniserklärung gibt es kostenlos, mehr zum Datenschutz unter Datenschutz bei Interviews.
Nach dem Gespräch
Laden Sie die Aufnahme am besten noch am selben Tag hoch, solange Sie das Gespräch im Kopf haben. Dann hören Sie das Transkript gegen, während die Erinnerung frisch ist. Ein Interview von 45 Minuten kostet 29,90 € und ist meist nach etwa einer Dreiviertelstunde fertig: Aufnahme hochladen. Wie lange das Abtippen sonst dauern würde, zeigt der Rechner unter Wie lange dauert Transkribieren?.
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Häufige Fragen
Reicht ein Smartphone für ein Interview?
Ja, für ein Gespräch zu zweit in einem ruhigen Raum meistens. Legen Sie es auf ein weiches Tuch mitten auf den Tisch, schalten Sie den Flugmodus ein und machen Sie eine Probeaufnahme von einer Minute. Für Gruppen oder große Räume ist ein externes Mikrofon besser.
Welches Dateiformat soll ich wählen?
Was Ihr Gerät standardmäßig aufnimmt, ist meist in Ordnung, etwa M4A auf dem iPhone oder MP3 auf dem Diktiergerät. Wichtiger als das Format sind Ruhe und Abstand. Starke Kompression mit sehr niedriger Bitrate, wie bei manchen Sprachnachrichten, verschlechtert die Erkennung etwas.
Was mache ich, wenn die Aufnahme schlecht geworden ist?
Probieren Sie es trotzdem. Die Software markiert unsichere Stellen, statt zu raten. Ist die Aufnahme so schlecht, dass unsere Prüfung anschlägt, melden wir uns, bevor Sie etwas bekommen, und Sie entscheiden: Transkript mit Hinweis oder Geld zurück.