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Transkription sofort

Transkriptionsregeln nach Kuckartz

Die einfachen Transkriptionsregeln nach Kuckartz und die Regeln nach Dresing/Pehl sind eng verwandt: Dresing und Pehl haben das System von Kuckartz und Kollegen aus dem Jahr 2008 aufgegriffen und konkretisiert. Wer „nach Kuckartz“ transkribieren soll, liegt mit Dresing/Pehl in fast allen Punkten richtig.

Stand: 3. Oktober 2026

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Festpreis ab 9,90 € inklusive Umsatzsteuer, fertig in etwa 30 Minuten

An vielen Lehrstühlen heißt es im Leitfaden zur Abschlussarbeit kurz „Transkription nach Kuckartz“ oder „einfache Transkriptionsregeln nach Kuckartz et al.“. Gemeint ist ein System, das Udo Kuckartz und Kollegen 2008 in ihrem Buch zur qualitativen Evaluation vorgestellt haben. Sie wollten „bewusst einfache und schnell erlernbare Transkriptionsregeln, die die Sprache deutlich ‚glätten‘ und den Fokus auf den (semantischen) Inhalt des Redebeitrages setzen“ (Kuckartz et al. 2008, S. 27, zitiert nach Dresing/Pehl).

Wie Kuckartz und Dresing/Pehl zusammenhängen

Thorsten Dresing und Thorsten Pehl haben dieses System in vielen Forschungsprojekten eingesetzt und aus den Rückmeldungen von Schreibkräften und Forschenden konkretisiert. So steht es in ihrem Praxisbuch. Die heute verbreiteten „einfachen Transkriptionsregeln nach Dresing/Pehl“ sind also eine ausgearbeitete Fassung des Kuckartz-Systems. Die Grundsätze sind dieselben.

Grundsatz Kuckartz et al. und Dresing/Pehl
Art der Transkription wörtlich, nicht lautsprachlich und ohne Zusammenfassung
Dialekt und Verschleifungen ans Hochdeutsche angenähert, „hamma“ wird „haben wir“
Füllwörter und Stottern geglättet oder weggelassen
Pausen markiert, bei Dresing/Pehl ab etwa drei Sekunden als (...)
Sprecher eigene Absätze mit Kürzel, I für die interviewende, B für die befragte Person
Unverständliches gekennzeichnet, bei Dresing/Pehl als (unv.)

Unterschiede gibt es in Details, etwa bei der Schreibweise von Pausen, Zahlen oder Rezeptionssignalen wie „mhm“. Wenn Ihr Lehrstuhl eine eigene Liste vorgibt, gilt diese. Die vollständigen Regeln nach Dresing/Pehl mit Beispielen stehen auf der Seite Transkriptionsregeln nach Dresing/Pehl.

Was das für Ihr Transkript heißt

Wählen Sie im Formular die einfachen Regeln nach Dresing/Pehl. Das Ergebnis entspricht den Grundsätzen, die Kuckartz beschreibt: wörtlich, geglättet, mit Kürzeln, Pausen, unverständlichen Stellen und Zeitmarken am Absatzende. Zwei Punkte ergänzen Sie beim Gegenhören selbst, wenn Ihr Regelwerk sie verlangt: besonders betonte Wörter und nonverbale Äußerungen wie Lachen oder Seufzen. Die erkennt eine Spracherkennung kaum.

Wenn Sie nicht mehr selbst abtippen wollen: Interview hochladen, Dresing/Pehl wählen und das Transkript meist nach etwa der Länge der Aufnahme herunterladen. Ein Interview von 45 Minuten kostet 29,90 €.

Im Methodenteil angeben

Ein Satz genügt meist, zum Beispiel: „Die Interviews wurden nach den einfachen Transkriptionsregeln von Dresing und Pehl (2018), die auf Kuckartz et al. (2008) aufbauen, transkribiert.“ Haben Sie eine Spracherkennung genutzt, schreiben Sie das dazu, und dass Sie das Transkript anhand der Aufnahme gegengehört und korrigiert haben. Wie Sie danach zitieren, steht unter Transkript zitieren.

Werten Sie mit der inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz aus, arbeiten viele mit MAXQDA, das Kuckartz mitentwickelt hat. Wie die Zeitmarken dort ankommen, steht unter Transkript in MAXQDA und f4.

Quellen: Dresing, T. und Pehl, T.: Praxisbuch Interview, Transkription & Analyse, 8. Auflage, Marburg 2018, kostenlos als PDF bei audiotranskription.de. Kuckartz, U. u. a.: Qualitative Evaluation, 2. Auflage, Wiesbaden 2008.

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Häufige Fragen

Muss ich im Methodenteil Kuckartz oder Dresing/Pehl zitieren?

Das Regelwerk, das Sie tatsächlich angewendet haben, und das Ihr Lehrstuhl verlangt. Verlangt der Leitfaden Kuckartz, nennen Sie Kuckartz und beschreiben kurz die Regeln. Nutzen Sie die konkretisierte Fassung, nennen Sie Dresing und Pehl und können ergänzen, dass diese auf Kuckartz et al. (2008) aufbaut.

Gibt es eigene Transkriptionsregeln von Mayring?

Mayring beschreibt verschiedene Protokollierungstechniken, etwa die wörtliche Transkription oder die Übertragung in normales Schriftdeutsch, aber kein ausgearbeitetes Regelsystem wie Dresing/Pehl. Wer nach Mayring auswertet, transkribiert meist nach Dresing/Pehl oder Kuckartz.

Werden betonte Wörter automatisch in Großbuchstaben gesetzt?

Nein. Betonung und Lachen erkennt die Spracherkennung kaum. Wenn Ihr Regelwerk das verlangt, ergänzen Sie es beim Gegenhören. Für die inhaltliche Auswertung ist es meist nicht entscheidend.